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Eigenleistungen bei der Hausfinanzierung – sinnvoller Hebel oder riskante Falle?

  • Autorenbild: Simon Käslin
    Simon Käslin
  • 4. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Kurzfassung:

Eigenleistungen können das Budget entlasten und die Finanzierung erleichtern. Aber nur dann, wenn sie realistisch geplant sind, fachgerecht dokumentiert werden und im Vorfeld mit der Bank abgestimmt sind.

Wer das beherzigt, kann mit Eigenleistungen tatsächlich einen spürbaren Vorteil schaffen – ohne die Kontrolle über sein Projekt zu verlieren.


Wer ein Eigenheim plant, merkt schnell: Die Finanzierung ist oft das grösste Fragezeichen. Eine Möglichkeit, die Eigenkapitalanforderung der Bank zu senken, ist die sogenannte Eigenleistung. Damit sind Arbeiten gemeint, die man selbst oder im privaten Umfeld am Bau übernimmt. Doch dieser Hebel hat Grenzen und birgt Risiken.


Was zählt überhaupt als Eigenleistung?

Unter Eigenleistungen versteht man alle handwerklichen Tätigkeiten, die beim Hausbau in Selbstarbeit ausgeführt werden. Das kann der Innenausbau sein, das Verlegen von Böden, Malerarbeiten oder sogar Teile der Elektroinstallation, sofern gesetzlich erlaubt und fachgerecht durchgeführt.

Doch nicht alles wird automatisch von der Bank als Eigenkapitalersatz anerkannt.


Wie viel Eigenleistung kann angerechnet werden?

Die meisten Banken rechnen maximal 10 bis 15 Prozent der Baukosten als Eigenleistung an. Voraussetzung ist eine nachvollziehbare Kalkulation. Das bedeutet:

  • Welche Arbeiten werden ausgeführt?

  • Wer führt sie aus und welche fachlichen Qualifikationen liegen vor?

  • Welcher Marktwert wäre für diese Leistung realistisch?

Nur wenn diese Angaben plausibel sind und schriftlich dokumentiert werden, kann die Bank sie prüfen und anerkennen.


Was sind die Risiken bei der Erbringung von Eigenleistungen beim Hausbau?

Eigenleistungen sind nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine organisatorische Entscheidung. Und sie bringen Herausforderungen mit sich:

  • Zeitdruck: Wer selbst arbeitet, muss das meist neben dem Beruf erledigen

  • Bauverzögerungen: Wenn die Eigenleistungen den Ablauf behindern, kann es teuer werden

  • Keine Gewährleistung: Bei gewissen Arbeiten entfällt der Anspruch auf Garantie


Für wen lohnt sich das?

Eigenleistungen können sinnvoll sein, wenn man selbst über handwerkliches Können verfügt oder im engen Umfeld qualifizierte Helfer hat. Das können zum Beispiel befreundete Maler, Elektriker oder Schreiner sein.

Doch auch hier verlangen Banken Nachweise über die fachliche Qualifikation. Und wer zu viel selbst übernimmt, riskiert Überforderung und Folgekosten.


Podcast: Im Gespräch mit Immano: Eigenleistungen clever für die Finanzierung nutzen

Was passiert, wenn Finanzierungsfragen und Bauentscheidungen aufeinandertreffen? Können Eigenleistungen wirklich als Eigenkapital gelten? In der aktuellen Podcast-Folge von Immano sprechen wir darüber welche

Eigenleistungen Banken akzeptieren, wo die Grenzen dieses Finanzierungshebels liegen und welche fatale Folgen Eigenleistungen haben können.


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